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Die 5. Auflage des Volksmusiktages MITTENDRIN, die vom 19. bis 21. Juli 2019 in Eichstätt über die Bühne ging, kann einmal mehr – wie bereits in den Jahren 2011, 2013, 2015, 2017 - als überaus erfolgreich bezeichnet werden. Der veranstaltende Kulturverein MITTENDRIN e. V. durfte von den unterschiedlichsten Stellen große Anerkennung für die rein ehrenamtliche Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung, die sich mittlerweile weit über die Region und auch über die Landesgrenze hinaus einen Namen gemacht hat, erfahren.

Neben dem 11-köpfigen Organisationsteam waren 110 freiwillige ehrenamtliche Helfer bei der Vorbereitung und Durchführung sowie den Aufräumarbeiten beteiligt. Ohne diesen tatkräftigen Einsatz wäre der Volksmusiktag nicht durchführbar.

Unser Dank gilt in diesem Zusammenhang besonders den Anwohnern und Geschäftsinhabern der Eichstätter Innenstadt, die Beeinträchtigungen und Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen mussten und uns trotzdem unterstützt haben.

Einen großen Beitrag leisteten Förderer, Sponsoren und Spender, die zur Deckung der erheblichen Kosten beitragen. Ohne ihre finanziellen Beiträge wäre der Volksmusiktag nicht ansatzweise planbar, geschweige denn zu organisieren.

Nicht zu vergessen sind die vielen Dienstleister, wie Sanitäts- und Sicherheitsdienst, Übernachtungshäuser, Elektriker, Wirte und vieler anderer, die während des Volksmusiktages zum Wohl von Musikanten und Gästen im Einsatz sind und zum Gelingen des MITTENDRIN beitragen.

Dieses Zusammenspiel hat den Volksmusiktag MITTENDRIN 2019 ermöglicht und rund 1.500 Musikanten in über 100 Formationen nach Eichstätt geführt.

Der absolute Löwenanteil der Musikantinnen und Musikanten, der Sängerinnen und Sänger, kam aus der Region und lässt deutlich werden, welch großes Potenzial hier vorhanden ist, auf das der Landkreis Eichstätt mit seinen Landkreisgemeinden und nicht zuletzt der veranstaltende Kulturverein Mittendrin e. V. mehr als stolz sein können. Viele der Gruppen sind von Anfang an dabei und konnten dieses Mal ebenso ihre 5malige Teilnahme feiern.

Die Gruppe Faltenradio eröffnete mit dem Auftaktkonzert am 19. Juli 2019 im Festsaal des Alten Stadttheaters Eichstätt den Volksmusiktag. Bereits im Vorfeld war zu einem Kinderkonzert mit Faltenradio und Workshopangeboten der 4 Musiker für Klarinette und Steirische eingeladen.

Mit einem feierlichen Turmblasen am Samstag, 20. Juli, um 12.00 Uhr begann das weitere Veranstaltungsprogramm des Volksmusikwochenendes. Im Anschluss daran wurde das Programm auf alle Veranstaltungsorte in der Eichstätter Innenstadt und im Fischerzelt auf der Seminarwiese ausgeweitet.

Angeschlossen waren wie in den Vorjahren die Willibalds-Dult und das Fischerfest sowie der „Mittendrin-Markt“, der für Handwerk, Kunst, Musik und Tracht in und vor der ehemaligen Johanneskirche auf dem Domplatz seine Pforten öffnete.

Zum Mitsingen forderte das Volksmusikarchiv Oberbayern auf. Für das "Mittendrin 2019" gab das VMA des Weiteren erneut ein Lieder- und Notenheft heraus, in dem weniger bekannte, aus dem Landkreis Eichstätt mündlich oder handschriftlich überlieferte Lieder und Instrumentalstücke für das Singen und Musizieren für den diesjährigen Volksmusiktag MITTENDRIN aufbereitet sind. Das neue Heft "Musi und Gsang aus dem Landkreis Eichstätt V" gab es beim ITTEDNRIN 2019 am Stand des VMA zum Sonderpreis von einem Euro! 

„Singen, Tanzen, Musizieren in der Oberpfalz“ hieß es am Stand der Oberpfälzer Volksmusikfreunde. Der Verein für Volksmusik und Volkslied war ebenfalls wieder mit einem breiten Mitmachangebot am Start, ebenso wie die Beratungsstelle für Volksmusik des Bezirks Schwaben und das Oberösterreichische Volksliedwerk. Freunde des Volkstanzes durften sich an den Workshopangeboten von Tanzmeisterin Katharina Mayer und dem Angebot aus ihrer Tanzwerkstatt sowie Steffi Zachmeier mit Einblicken in fränkische Volkstänze und Tanztraditionen erfreuen.

Ein Alleinstellungsmerkmal für den Volksmusiktag MITTENDRIN stellt die Bühne für die „Jungen Wilden“ dar, die traditionsgemäß auf dem Pater-Philipp-Jeningen-Platz für Schulen, Jugendkapellen, Musikschulen, Bläserklassen eine Plattform bot, und damit besonders das junge Publikum ansprach.

Dort gaben sich am Samstagnachmittag zahlreiche Nachwuchsmusikantinnen und –musikanten ein Stelldichein, an das sich auch zwei „Spätberufenen“-Kapellen anschlossen.

Am Sonntag wurde die Jugendbühne von zahlreichen Schulen in Beschlag genommen und zur „großen Schulbühne“ umfunktioniert. Die Moderation der Schulbühne lag auch bei diesem MITTENDRIN in den bewährten Händen von MdL Tanja Schorer-Dremel, die sich sichtlich freute, MITTENDRIN dabei zu sein.  

Ergänzt wurde der Volksmusiktag zudem durch ein buntes Kinderprogramm mit dem „Theater am Schnürl – Holzbein und Wackelkopf“ und seinem Stück „Schneeweißchen und Rosenrot“, einem Zitherworkshop für Kinder unter dem Motto „Eine Reise in den Zauberwald der Klänge“, einer Autorenlesung mit Hans-Peter Schneider und einem Kinderkino mit dem Kinder- und Jugendfilm „Unheimlich perfekte Freunde“ v. Marcus H. Rosenmüller.

Am Samstagabend spielte Karl Edelmann mit seinen Altbairischen Musikanten auf dem Domplatz zum Volkstanz auf, während auf dem Marktplatz das Ensemble Luz Amoi mit einem Freiluftkonzert für Unterhaltung sorgte. Am Sonntagabend fand im Fischerzelt auf der Seminarwiese, wo am Samstag und Sonntag tagsüber die großen Kapellen anzutreffen waren, die Abschlussveranstaltung mit dem Bauchredner und Humoristen Jackl Aurer statt.

Die Vielfalt des MITTENDRIN wurde in der musikalischen Programmgestaltung deutlich. So wurde nicht nur weltliche Volksmusik mit Instrumenten und Gesang vorgetragen, sondern war auch geistliche Musik zu hören: Zum Volksmusiktag wurden, auch einer von Anfang an bestehenden Tradition folgend - alle Gottesdienste am Sonntagvormittag im Stadtgebiet volksmusikalisch gestaltet, bevor anschließend Volksmusikgruppen jeder Façon auf allen Straßen und Plätzen sowie in vielen Gaststätten und Cafés der Stadt zu hören waren.

Auch dieses Mal erfuhr der Volksmusiktag mediale Aufmerksamkeit. Der Bayerische Rundfunk war mit einem Übertragungswagen vor Ort, zeichnete die Veranstaltung auf, und sendete am Samstagabend von 19.00 bis 20.00 Uhr live vom Eichstätter Marktplatz.

Zudem waren einige Sonderprogrammpunkte angeboten, die ihren ganz besonderen Reiz hatten und dem Volkmusiktag MITTENDRIN einen ganz besonderen Charme verliehen.

Dazu zählten zum einen die Serenaden am Kapellpunkt, einem der romantischsten Winkel Eichstätts, und im Garten des Seelsorgeamtes, der eine ganz besondere und nicht immer zugängliche Kulisse bot. Zum anderen war zu einer Liederwanderung zum Schönblick eingeladen, der wie der Name schon sagt, einen wunderschönen Blick über die Stadt bietet. 45 Teilnehmer hatten sich dieser Wanderung über den „Neuen Weg“ mit einigen Pausen an lauschigen Stellen zum gemeinsamen Singen von Jodlern und Volksliedern mit Dr. Erich Sepp und Gästeführerin Monika Margraf aufgemacht. Ziel war das Hotel Schönblick, wo die singende Wanderschar zu einem fröhlichen Hoagarten von den Freunden aus der Oberpfalz begrüßt wurde. Und auch der private Garten im Anwesen Daum für die Musikanten geöffnet, ebenso wie das Straßenfest der Anwohner der Papst-Victor-Straße spontan von MITTENDRIN-Musikanten umrahmt wurde. Das Ufer der Altmühl bot zudem am Herzogsteg einen weiteren Platz zum Musizieren und baute im wahrsten Sinne eine musikalische Brücke zwischen der historischen Altstadt und der in den letzten Jahren neu entstandenen Spitalvorstadt.

Einen weiteren Höhepunkt fand der Volksmusiktag mit einem großen Frühschoppen-Standkonzert auf dem barocken Eichstätter Residenzplatz statt.

Feierlich beendet wurde der Volksmusik MITTENDRIN mit dem Abschlussblasen von den höchsten Punkten der Stadt, was ebenfalls eine von Anfang an gepflegte Tradition darstellt und einen ganz besonderen Abschlussakkord unter die Veranstaltung setzt.

Der enorm große Zuspruch und die Anerkennung sind Ansporn und Verpflichtung für eine weitere Auflage, die hoffentlich im oben genannten Zusammenspiel im Jahr 2021 wieder zustande kommen kann, und es dann wieder heißt:

„Volksmusik – mittendrin in Eichstätt, mittendrin in Bayern, mittendrin im Leben“

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